Ein Mitarbeiter beim Consorcio Industrial de Alimentos (Cial), einem Wurstkonzern in Chile, traute seinen Augen nicht, als er seine Gehaltsauszahlung auf seinem Konto sah: Die Firma hatte dem Mann versehentlich das 330-fache Gehalt überwiesen. Der witterte in dem unerwarteten Geldsegen eine einmalige Gelegenheit - und machte sich mit der Summe aus dem Staub.

Im Mai machte die Personalabteilung offenbar einen einfachen, aber folgenschweren Fehler: Statt ihm sein übliches monatliches Gehalt von 500.000 chilenischen Pesos (etwa 550 Euro) zu überweisen, landeten auf einen Schlag 165.898.851 Pesos, also knapp 170.000 Euro auf seinem Konto. 

Gehalt für 27,5 Jahre - Mann kündigt und setzt sich ab

Zunächst meldete sich der Mitarbeiter sofort bei seinem Chef - ihm war schließlich das Gehalt für 27,5 Jahre auf einen Schlag überwiesen worden. Erst dann fiel der Fehler in der Personalabteilung des Unternehmens überhaupt auf. Medienberichten zufolge versprach der Mann, sich direkt am nächsten Tag bei seiner Bank zu melden. Das tat er allerdings nicht.

Als sein Arbeitgeber versuchte, ihn erneut zu kontaktieren, doch ohne Erfolg. Gegen 11 Uhr meldete er sich demnach dann und versprach erneut, die Bank aufzusuchen. Am folgenden Tag dann die Überraschung: Der Anwalt des Mannes meldete sich beim Arbeitgeber und ließ die Kündigung ins Haus flattern. 

Seitdem versucht die Bank, ihn ausfindig zu machen. Doch offenbar fehlt jede Spur von ihm. Der letzte Stand ist eine Anzeige des Unternehmens – wegen Veruntreuung.