Damit schlug Zeman den konservativen Herausforderer und amtierenden Außenminister Karel Schwarzenberg (75) unerwartet klar. Der Adelige kam nur auf 45,19 Prozent, wie das Statistikamt in Prag am Samstag bekanntgab.

Der bisherige Amtsinhaber und scharfe EU-Kritiker Vaclav Klaus durfte nach zehn Jahren auf dem Prager Hradschin nicht mehr antreten. Im Gegensatz zu Klaus bezeichnet Zeman sich selbst als «Euro-Föderalisten». Für den Linkspopulisten hatten sich Kommunisten und Sozialdemokraten starkgemacht.

Er wolle die «Stimme aller Bürger» sein, sagte Zeman im nationalen Fernsehen und beglückwünschte den Verlierer zu einem «ehrenvollen zweiten Platz». Als Präsident werde er sich für die «unteren 10 Millionen» einsetzen.

Schwarzenberg sagte seinen Anhängern in Anspielung auf die aggressive Kampagne seines Widersachers: «Wir haben eine Niederlage erlitten, aber unsere Ehre bewahrt.»