Infrage käme deshalb nur ein längerfristiges Zwischenabkommen mit den Palästinensern, betonte der Politiker am Samstag. Er trat damit Hoffnungen entgegen, der für den Frühling angekündigte Israel-Besuch von US-Präsident Barack Obama können einen Neustart des seit 2010 eingefrorenen Friedensprozesses bringen.

Zugleich bekräftigte der 54-Jährige seinen Anspruch auf das Amt des Außenministers. Von dem war er im Dezember zurückgetreten, nachdem die Justiz Anklage wegen Betrugs und Vertrauensbruchs gegen ihn angekündigt hatte. Für den Posten des Außenministers in einer künftigen Koalitionsregierung ist aber auch der frühere TV-Journalist Jair Lapid im Gespräch. Seine Zukunftspartei war bei der Parlamentswahl am vergangenen 22. Januar überraschend zur zweitstärksten Kraft in der Knesset aufgestiegen. Lieberman hatte mit Regierungschef Benjamin Netanjahu das Bündnis Likud-Beitenu gebildet, das zur stärksten Kraft in der Knesset wurde.