Mehrere Staaten hatten die Überflugrechte verweigert - angeblich weil Enthüller Snowden an Bord vermutet wurde.

Inzwischen wurde bekannt, dass es offenbar auch in Lateinamerika massive Spionageangriffe der USA gegeben hat. In Brasilien seien Millionen von E-Mails und Telefonaten angezapft worden, berichtete die Zeitung «O Globo». Den Artikel in dem brasilianischen Blatt hatte «Guardian»-Enthüller Glenn Greenwald gemeinsam mit «O Globo»-Kollegen verfasst. Die Eingriffe seien «über Jahre und systematisch» erfolgt.

Venezuelas Präsident Maduro nutzte sein Angebot an Snowden zu einem neuerlichen Seitenhieb auf die USA. «Er soll in das Vaterland von Bolívar und Chávez kommen und frei von der imperialistischen Verfolgung Nordamerikas leben können», sagte er im Fernsehsender Telesur. Er sprach von «humanitärem Asyl».