Die Nachrichtenwebsite Naharnet meldete am Montag, der Rat tendiere dazu, einem Einspruch gegen die eigenmächtige Verlängerung des Mandates durch die Parlamentarier stattzugeben. Dann müsste die Wahl trotz der angespannten Sicherheitslage bald stattfinden.

Das Parlament in Beirut hatte Ende Mai beschlossen, den Urnengang auf November 2014 zu verschieben. Präsident Michel Suleiman und der Vorsitzende der Freien Patriotischen Bewegung, General Michel Aoun, hatten dagegen geklagt. Die normale Legislaturperiode endet am 20. Juni.

Zur Begründung der Verschiebung hatte Parlamentspräsident Nabih Berri Sicherheitsrisiken angeführt. Mindestens so wichtig ist aber die Tatsache, dass sich die Parteien momentan nicht auf ein neues Wahlgesetz einigen können.

Die schiitische Hisbollah-Bewegung hat Kämpfer nach Syrien geschickt, um die Truppen von Präsident Baschar al-Assad zu unterstützen. Die Zukunftsbewegung von Ex-Ministerpräsident Saad al-Hariri steht im Syrienkrieg auf der Seite der Revolutionäre.