Ministerpräsident Raila Odinga erhielt 41 Prozent. Beobachter betonten jedoch, dass noch nichts entschieden sei.

In einigen Odinga-Hochburgen im Westen Kenias und in der Küstenstadt Mombasa war es zu einem Server-Ausfall gekommen, so dass die Ergebnisse noch nicht übermittelt werden konnten. «Es ist noch keine Zeit für Feiern oder für Mitleid, da es noch kein endgültiges Resultat gibt», sagte der Vorsitzende der Wahlkommission (IEBC), Ahmed Issack Hassan. Nach den Problemen mit dem elektronischen Übermittlungssystem hofft die Wahlkommission, das Endergebnis innerhalb der nächsten 48 Stunden bekanntzugeben.

Eine Wahl Kenyattas wird international kritisch betrachtet, da der reiche Politiker vom Weltstrafgericht in Den Haag angeklagt ist. Er soll nach den Wahlen 2007 einer der Drahtzieher hinter den schweren Gewaltausbrüchen mit 1200 Toten und vielen Vertriebenen gewesen sein. Der 51-Jährige wäre der jüngste Staatschef, der das ostafrikanische Land je geführt hat.

Derweil lobten Beobachter die Wahlbeteiligung. Rund 70 Prozent der knapp 15 Millionen registrierten Wähler hatten am Montag an der Abstimmung teilgenommen.