Eine 47-jährige deutsche Wanderin ist bei einer Bergtour im Karwendelgebirge in Österreich tödlich verunglückt. Beim Abstieg von der Kaltwasserkarspitze (2733 Meter hoch) im Gemeindegebiet von Scharnitz in Tirol stürzte sie am Donnerstag (27. August 2020) aus bisher noch nicht geklärter Ursache rücklings 70 Meter in eine enge Steilrinne ab und zog sich dabei tödliche Kopfverletzungen zu, wie die Landespolizeidirektion Tirol mitteilte.

Die verunglückte Frau war mit einer 40-jährigen Begleiterin (ebenfalls aus Deutschland) unterwegs. Für ihre Klettertour fuhren die Frauen mit  ihren Fahrrädern bis zur Kastenalm (Östereich) und stiegen von dort über den "Großen Heißenkopf" (2437 Meter) und die sogenannten "Sägezähne" zum Gipfel der Kaltwasserkarspitze auf. Nachdem die Bergsteigerinnen gegen 12.50 Uhr den Gipfel erreicht hatten, machten sie eine ausgedehnte Gipfelrast.

Wanderin verunglückte beim Abstieg

Gegen 13.30 Uhr verließen die Frauen wieder den Gipfel und stiegen entlang der Aufstiegsroute ab. Während des Abstieges mussten die Frauen im Bereich der "Sägezähne" einen direkt am Grad befindlichen Turm überklettern. Während die 47-Jährige versuchte diesen Turm zu überklettern, stürzte sie aus bisher noch nicht geklärter Ursache rückwärts rund 70 Meter in die Tiefe. Sie erlag noch am Unfallort ihren Verletzungen.

Ihre 40-jährige deutsche Begleiterin und eine weitere Bergsteigerin wurden von der Crew des Notarzthubschraubers gerettet und in die Gemeinde Scharnitz geflogen. Das Karwendelgebirge liegt größtenteils in Tirol, zu einem kleineren Teil aber auch in Bayern. Es ist bei Wanderern und Wintersportlern beliebt. Die Tour dauert etwa 10 Stunden. Dabei müssen die Wanderer 1936 Höhenmeter und 44,6 Kilometer hinter sich lassen.