«Während sich die ganze Welt um eine Lösung der Krise in der Ukraine bemüht, in Syrien täglich unschuldige Menschen abgeschlachtet werden und im Irak die Bombenanschläge weitergehen, findet (...) Ashton die echte Gefahr für den Weltfrieden», zitierte ihn die Zeitung «Haaretz» am Samstag.

Ashton hatte von Israel angekündigte weitere Enteignungen palästinensischen Landes im Westjordanland kritisiert. Zugleich wandte sie sich gegen die Übergabe eines Hauses in Hebron an jüdische Siedler, den Abriss von Notunterkünften und die Beschlagnahme von Hilfsgütern für Palästinenser. Solche Aktionen seien einem «für die Friedensverhandlungen notwendigen Klima des Vertrauens und der Kooperation nicht förderlich», monierte Ashton.

Lieberman antwortete höhnisch: «Zum Glück gelingt es der EU immer, die wichtigsten Weltprobleme zu erkennen und sie dann schnell und entschieden zu lösen». Die israelischen Siedlungen im Westjordanland und Ost-Jerusalem sind nach internationaler Auffassung illegal und eines der größten Hindernisse bei einem Friedensschluss auf Basis der Zwei-Staaten-Lösung.