«Der Auftrag meines Kommandos ist es, die Zivilisten in Afghanistan zu schützen», sagte Isaf-Kommandeur John Allen nach einer Mitteilung vom Mittwoch. «Ich nehme den Verlust eines jeden afghanischen Lebens sehr ernst.» Die Nato-geführte Isaf sicherte zu, Vorfälle wie den in der vergangenen Woche künftig zu vermeiden. Es werde untersucht, wie es zu dem Bombardement mit zivilen Opfern kommen konnte.

Eine zivile afghanische Untersuchungskommission hatte am Montag der Isaf die Schuld am Tod der acht Kinder in Kapisa gegeben. Sie waren demnach bei einem von französischen Truppen angeforderten Luftangriff gestorben. Die Kommission hatte der Schutztruppe auch vorgeworfen, am Tag zuvor sieben Zivilisten bei einem US-Bombardement in der ostafghanischen Provinz Kunar getötet zu haben.

Die Isaf hatte eingeräumt, nach einem Einsatz in Kapisa seien «zusätzliche Opfer» entdeckt worden. Es handele sich um «junge Afghanen unterschiedlichen Alters». Zu dem Vorwurf im Zusammenhang mit dem Angriff in Kunar äußerte sich die Isaf bislang nicht.