Die seit Wochen andauernde Gewalt in Bangladesch hat bei der Parlamentswahl am Sonntag einen blutigen Höhepunkt erreicht. Mindestens 18 Menschen starben bei gewaltsamen Auseinandersetzungen. Anhänger der Opposition versuchten bis zuletzt, die Abstimmung mit Brandsätzen, Messern und Holzlatten zu verhindern. Die Polizei verteidigte die Wahllokale mit scharfer Munition gegen Angreifer.

Wegen des Wahlboykotts der Opposition stand die regierende Awami-Liga von vornherein als Sieger fest. In 153 der 300 Wahlkreise fand mangels Gegenkandidaten gar keine Abstimmung statt. Die Regierungskandidaten waren dort schon vorab zu Gewinnern erklärt worden. Premierministerin Sheik Hasina kann deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit in dem südasiatischen Land weiterregieren.