Deutschlands Nachbar greift zu strengen Maßnahmen: Frankreich hat aufgrund steigender Infektionszahlen den "pass sanitaire", einen Gesundheitspass, eingeführt. Der Zugang zu zahlreichen Bereichen des öffentlichen Lebens wird künftig nur noch mit diesem Pass möglich sein.

Die Einführung stieß auf viele Kritik und sogar Massenproteste, der französische Verfassungsrat billigte die neue Regelung aber dennoch. Was bedeutet das also konkret? 

Gesundheitspass für Restaurants, Museen und Einkaufszentren: Das solltest du beim Frankreich-Urlaub beachten

Ganz neu ist der Gesundheitspass in Frankreich nicht: Schon seit 9. Juni ist der Eintritt für Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern nur mit einem Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung, Genesung oder einen negativen Corona-Test möglich. Diese Nachweispflicht wurde Ende Juli auch auf Kultur- und Freizeitangebot wie Kinos oder Museen ausgeweitet.

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Ab dem 9. August wird dies auch für Bars, Restaurants, Einkaufszentren sowie für Reisen per Flugzeug und Fernzug zur Pflicht. In einzelnen Regionen gelten wieder eine Maskenpflicht im Freien oder frühe Schließzeiten. Reisende sollten sich daher über etwaige Sonderregeln an ihrem Urlaubsort informieren. Genaueres dazu findet ihr auf der Seite des Auswärtigen Amtes. Bei der Einreise aus Deutschland ist ein negativer Test oder ein Impf- oder Genesungsnachweis sowieso bereits erforderlich, die neue Regeln bedeutet also keinen Mehraufwand.

Im Gesundheitspass wird digital die vollständige Corona-Impfung, eine überstandene Infektion oder ein negativer Corona-Test vermerkt. Das ganze läuft über die französische App TousAntiCovid, wie das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz (ZEV) berichtet. Sie ist vergleichbar mit der deutschen App CovPass, der Corona-Warn-App oder Luca-App. Kontrolliert wird der jeweilige Corona-Nachweis wiederum mit der App TousAntiCovid Verif. 

Impfnachweis und Testpflicht im Urlaub: So funktioniert es in Frankreich

"Mit der Prüfungs-App können nicht nur die Nachweise aus der französischen App TousAntiCovid gescannt werden, sondern auch alle anderen europäischen COVID-Zertifikate. Falls Sie über ein COVID-Zertifikat aus Deutschland verfügen, sollten Sie Ihren QR-Code also mit der CovPass-App, der Corona-Warn-App oder der Luca-App vorzeigen können", heißt es vom ZEV. Inzwischen ist es jedoch auch möglich, einen deutschen Impf-, Test- oder Genesenen-Nachweis in die französische App zu laden. Wer für seinen Urlaub keine zusätzliche App herunterladen möchte, braucht das jedoch nicht zwingend.

Beim Scannen wird nicht angezeigt, um welche Art von Nachweis es sich handelt, sondern nur, ob dieser gültig ist. Dabei ist zu beachten, dass ein negativer Corona-Test nicht älter als 48 Stunden sein darf. Wer länger in Frankreich unterwegs ist, sollte sich daher informieren, wo er oder sie sich testen lassen kann. In Städten gibt es in der Regel "Walk-in"-Testzentren und Apotheken bieten ebenfalls überall Corona-Tests an. Laut ADAC kostet ein Antigen-Schnelltest 29 Euro und ein PCR-Test 49 Euro. Eine Auflistung aller Teststellen findet ihr online, die Webseite ist allerdings auf Französisch.

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