Die G20 wollen auch den grenzüberschreitenden Informationsaustausch gegen Steuerflucht vorantreiben. Grundlage ist die US-Gesetzgebung Fatca, um im Ausland Informationen über amerikanische Steuerpflichtige zu bekommen. Die angestrebten OECD-Standards dürften kaum hinter die Fatca-Regeln zurückfallen, nach denen automatisch Angaben - etwa zu Kontoständen und Kontobewegungen - jeweils ausländischer Anleger gemeldet werden.

Deutschland und die USA hatten bereits im Mai ein engere Zusammenarbeit im Kampf gegen Steuerbetrug vereinbart. Beide Länder verständigten sich, von ihren Finanzinstituten regelmäßig Daten zur Besteuerung zu erheben und automatisch zu übermitteln. Mit dem Abkommen soll ausgeschlossen werden, dass Steuerbetrüger über ausländische Finanzinstitute den Fiskus hintergehen. Das bilaterale Abkommen beruht auf einem zusammen mit Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien bereits 2012 mit den USA ausgehandelten Modell. Mit dem US-Gesetz («Foreign Account Tax Compliance Act/FATCA») vom März 2010 nimmt der amerikanische Fiskus Steuerbetrüger ins Visier.