Die Top-Wirtschaftsmächte stellten sich auch hinter einen Aktionsplan, um legale Steuergestaltungen multinationaler Unternehmen einzudämmen. Ziel ist, dass Konzerne künftig nicht mehr ihre Gewinne so lange über Ländergrenzen hinwegschieben können, bis der Fiskus am Ende leer ausgeht und die Unternehmen kaum noch Steuern zahlen. Auf konkrete Gegenmaßnahmen einigten sich die G20 allerdings noch nicht. Sie sollen in den nächsten Monaten folgen.

Die Industrieländerorganisation OECD hatte einen Aktionsplan mit 15 Maßnahmen zur Eindämmung von grenzüberschreitenden Gewinnverschiebungen vorgelegt - also gegen das sogenannte Base Erosion and Profit Shifting (BEPS). Auf dieser Grundlage sollen internationale Standards erarbeitet werden. Im Kern sollen Konzerne dort besteuert werden, wo Werte geschaffen werden und Gewinn abfallen. In der Diskussion ist eine Quellensteuer auf Zinsen und Lizenzzahlungen.