Die Finanzminister und Notenbankchefs der G20 sprachen sich am Samstag nach einem zweitägigen Treffen in Moskau einhellig gegen einen Abwertungswettlauf und künstlich niedrig gehalte Wechselkurse aus.

Weiter offen sind dagegen konkrete neue Ziele der Top-Wirtschaftsmächte beim Schuldenabbau. Darauf pocht vor allem Deutschland. In ihrer Abschlusserklärung kündigten die G20-Saaten aber für Anfang September auf dem Gipfel in Sankt Petersburg «glaubwürdige mittelfristige Pläne zur Haushaltskonsolidierung» an.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) betonte: «Wechselkurse müssen sich frei bilden.» Politische Währungsmanipulationen dürften kein Instrument für Staaten sein, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu korrigieren. Die G20-Staaten seien damit der bisherigen Linie treu geblieben. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann zeigte sich allerdings besorgt angesichts einer «schleichenden Politisierung» der Notenbanken. Dies Tendenz drohe, Notenbanken zu überfordern.