«Unter Freunden muss man Klartext reden können», sagte er «Spiegel Online» vor seiner Abreise, beklagte aber zugleich mangelnde Fairness gegenüber den USA in der Debatte. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) rügte dagegen im dpa-Interview die Informationspolitik der US-Partner und sprach von einem Vertrauensverlust. Die Aufklärung werde mit Friedrichs Reise nicht beendet sein, sagte sie voraus.

Der US-Geheimdienst NSA soll im großen Stil deutsche Bürger und Einrichtungen ausgespäht haben. Auch Wochen nach den ersten Enthüllungen darüber wartet die Bundesregierung noch immer auf Antworten aus Washington. Friedrich will nun in der US-Hauptstadt mit Regierungsvertretern über die Vorwürfe reden. Wie viel die Amerikaner bei dem Besuch preisgeben werden, ist aber fraglich.