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Rouen
Großbrand

Frankreich: Großbrand in Chemiefabrik - gigantische schwarze Rauchsäule

In einer Chemiefabrik in der nordfranzösichen Stadt Rouen ist in der Nacht zum Donnerstag ein Großbrand ausgebrochen. Anwohner hörten Explosionen. Den Himmel erleuchtete eine gigantische Feuerwand.
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In einer Chemiefabrik in der nordfranzösichen Stadt Rouen ist in der Nacht zum Donnerstag ein Großbrand ausgebrochen. Symbolfoto: Schmelzer/News 5
In einer Chemiefabrik in der nordfranzösichen Stadt Rouen ist in der Nacht zum Donnerstag ein Großbrand ausgebrochen. Symbolfoto: Schmelzer/News 5

Frankreich: Feuer in nordfranzösischem Chemiewerk. Gigantische Feuerwand erleuchtet Himmel. In der Nacht zum Donnerstag (26. September 2019) hörten Anwohner Explosionen. Eine gigantische Feuerwand erleuchtete den Himmel über einer nordfranzösischen Chemiefabrik. Der Brand ist nach Stunden unter Kontrolle - die Aufräumarbeiten könnten nun aber Tage dauern.

Nach Feuer in Chemiefabrik: Schulen bleiben geschlossen

Nach einem Feuer in einer Chemiefabrik in der nordfranzösischen Stadt Rouen am Donnerstag bleiben die Schulen und Kinderkrippen in der Region geschlossen. In zwölf Kommunen würden die Einrichtungen am Freitag vorsorglich nicht öffnen, teilte die zuständige Präfektur mit.

Das Innenministerium hatte die Bürger aufgefordert, so weit wie möglich in Gebäuden zu bleiben und sich nicht dem Rauch auszusetzen. Verletzte gab es nicht. Landwirte und Züchter wurden aufgerufen, ihre Tiere nach drinnen zu bringen, deren Futter zu schützen und die Ernte vorerst einzustellen.

Riesige Flammen - Gigantische schwarze Rauchsäule

Aus der Chemiefabrik war eine gigantische schwarze Rauchsäule aufgestiegen. Französische Medien berichteten von riesigen Flammen und Explosionen in der Fabrik des Unternehmens Lubrizol, das Zusatzmittel für Öle herstelle. Die Produktionsanlage liegt wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Die Fabrik in der Normandie gehört nach Behördenangaben in die sogenannte Seveso-Kategorie von gefährlichen Standorten, die besonders überwacht werden. Im italienischen Seveso bei Mailand war es 1976 zu einem verheerenden Chemieunfall gekommen.

Innenminister: Brand weitgehend unter Kontrolle

Nach Angaben von Frankreichs Innenminister Christophe Castaner war der Brand weitgehend unter Kontrolle. Die Feuerwehrleute arbeiteten jedoch noch daran, ihn vollständig zu löschen, erklärte Castaner am Donnerstag auf Twitter. Nach Angaben der Präfektur waren 240 Feuerwehrleute sowie 90 Polizisten und Gendarme im Einsatz.

Der Präfekt der Region Normandie, Pierre-André Durand, sagte dem Nachrichtensender Sender BFMTV, es sei zunächst keine "hohe Giftigkeit" in Proben festgestellt worden. Eine Verschmutzung der nahe gelegenen Seine könne aber nicht ausgeschlossen werden. In dem Fluss seien Staudämme gegen die Verschmutzung aufgebaut worden, erklärte die Präfektur.

Der Brand sei am frühen Morgen gegen 02.40 Uhr ausgebrochen, berichteten die Behörden. Die Ursache blieb zunächst unklar. Rouen ist eine regionale Metropole und liegt an der Seine zwischen Paris und der Hafenstadt Le Havre.

Glimpflicher ging ein Brand am Mittwoch (25. September 2019) im mittelfränkischen Gunzenhausen aus: Dort war ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus ausgebrochen. Ein 73-Jähriger zog sich bei dem Brand eine Rauchgasvergiftung zu. Eine Bewohnerin musste von der Feuerwehr mit einer Drehleiter in Sicherheit gebracht werden.