«Der Krieg in Mali und die Geiselkrise in Algerien sollten alle Europäer zum Nachdenken darüber bringen, wie wichtig es ist, Nordafrika mit höchster Priorität zu behandeln», sagte der EU-Sonderbeauftragte für den südlichen Mittelmeerraum am Mittwoch dem EU-Informationsdienst dpa Insight EU.

«Wenn wir eine anhaltende Lösung für die Probleme dort finden, würde das sicherlich die Sicherheitslage in Europa verbessern», fügte León hinzu. Zuvor hatte es Berichte gegeben, nach denen malische Regierungstruppen mit Unterstützung Frankreichs in den bisher von Rebellen gehaltenen Nordosten Malis vorgedrungen sind. Am 21. Januar hatte der algerische Ministerpräsident Abdelmalek Sellal malische Rebellen für die blutige Geiselnahme im algerischen Gasfeld In Amenas verantwortlich gemacht, bei der mindestens 37 ausländische und ein algerischer Mitarbeiter getötet worden waren.