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London
Trainingsverbot

Demenzrisiko für Fußballspieler? Fußballverbände führen Kopfball-Trainingsverbote ein

Die Untersuchungen englischer Fußballverbände haben eine erhöhte Anfälligkeit für Alzheimer und Demenz bei Fußballspielern festgestellt. Die Verbände reagieren nun mit neuen Trainingsvorschriften.
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Laut neuer Studien sollen Fußballspieler besonders anfällig für Demenz  sein. Englische Fußballverbände reagieren mit Trainingsverboten für Kopfbälle. Symbolfoto: pexels.com/Retha Ferguson
Laut neuer Studien sollen Fußballspieler besonders anfällig für Demenz sein. Englische Fußballverbände reagieren mit Trainingsverboten für Kopfbälle. Symbolfoto: pexels.com/Retha Ferguson

Der englische Fußball-Verband wird nach Informationen britischer Medien noch in dieser Woche neue Regeln einführen, die Kopfballübungen bei Kindern im Grundschulalter verbieten. Wie die Zeitung The Telegraph am Montag (24. Februar 2020) berichtete, ist der Schritt des englischen Fußballverbandes "FA" eine Vorsichtsmaßnahme, um das Risiko von Hirnverletzungen zu mindern. Auch der schottische Verband will demnach Kopfballtraining beim Fußball-Nachwuchs verbieten.

Studie belegt: Fußballer besitzen erhöhtes Alzheimer- und Demenzrisiko

Hintergrund ist eine Untersuchung aus dem vergangenen Jahr, die von der FA und der Spielergewerkschaft "PFA" in Auftrag gegeben wurde und zu dem Ergebnis kam, dass Fußballprofis im Vergleich zur britischen Gesamtbevölkerung mit einer 3,5 Mal höheren Wahrscheinlichkeit an einer degenerativen Hirnkrankheit sterben. Laut der Studie ist die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, bei Fußballern 3,45 Mal höher - das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, sogar 4,4 Mal höher.

Erhöhtes Demenzrisiko: Sind die Kopfbälle schuld?

Eine Ursache dafür lieferte die Untersuchung nicht. Über einen Zusammenhang mit Kopfbällen wird bisher nur spekuliert, und einen wissenschaftlichen Beweis gibt es nicht. Die FA ist aber alarmiert. "FA"-Chefärztin Charlotte Cowie hatte dazu im Dezember gesagt: "Es ist unabdingbar, dass wir im Fußball jetzt alles tun, um zu verstehen, was die Gründe für dieses erhöhte Risiko sind, und was wir tun können, um zukünftige Generationen von Fußballern davor zu schützen."

Bei der kommenden Generalversammlung der Regelhüter des "International Football Association Boards (Ifab)" am Samstag steht das Thema Gehirnerschütterung ebenfalls auf der Tagesordnung. Die "FA" macht sich für eine zusätzliche Wechselmöglichkeit stark, wenn sich ein Spieler am Kopf verletzt hat.

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