Die Wahl am Sonntag in Rajoys Heimat hatte als eine Abstimmung über die Rotstift-Politik der Regierung im Euro-Krisenland Spanien gegolten. Nach dem vorläufigen Endergebnis gewann die PP 41 der 75 Sitze, 3 mehr als 2009. Die Sozialisten konnten die Proteste gegen Rajoys Sparpolitik nicht in Stimmengewinne verwandeln. Sie kamen nur auf 18 Mandate, 7 weniger als bisher. Die erstmals angetretenen galicischen Linksnationalisten (AGE) gewannen auf Anhieb 9 Sitze, der Nationalistische Block (BNG) errang 7 Mandate, 5 weniger als 2009.

Im Baskenland erlitten die seit 2009 regierenden Sozialisten - ebenso wie in Galicien - ein Debakel. Sie errangen bei der vorgezogenen Regionalwahl nur 16 der 75 Sitze, 9 weniger als bisher. Die nationalistische PNV gewann mit 27 (2009: 30) die meisten Sitze, verfehlte aber klar die absolute Mehrheit. Das Separatisten-Bündnis Bildu, das nach dem Gewaltverzicht der ETA-Terroristen vor einem Jahr erstmals Kandidaten aufstellen durfte, kam auf Anhieb auf 21 der insgesamt 75 Mandate.