Diese hatten schon im Februar den Rücktritt der konservativen Regierung unter Boiko Borissow (GERB) erzwungen. Als Wahlverlierer warfen die Sozialisten der GERB am Sonntagabend «Wahlmanipulation» vor.

Für die bürgerliche Partei von Ex-Regierungschef Boiko Borissow stimmten am Sonntag bis zu 33 Prozent der Wähler. Die Sozialisten kämen auf höchstens 27 Prozent. Diese Angaben basieren auf Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe. Ins Parlament in Sofia werden auch mindestens vier kleinere Parteien einziehen.

Da keine der Parteien die absolute Mehrheit erreicht hat, erwarteten Experten eine schwierige Regierungsbildung. «Ich nehme an, dies wird sehr schwierig sein», sagte der ehemalige Fraktionsleiter der GERB, Krassimir Weltschew, dem Privatfernsehen bTV. Das Führungsmitglied der Sozialisten, Angel Najdenow, sprach von einer «nie dagewesenen Isolation der GERB».