• Lawinenunglück in Südtirol
  • Drei Deutsche sterben
  • Alle Informationen kompakt im Überblick:

Update, 29.12.2019: Kein Hinweis auf Tourengeher als Auslöser der Lawine

Bei dem Lawinenunglück in Südtirol hat die Polizei nach eigenen Angaben bisher keine Hinweise, dass das Schneebrett von Tourengehern abseits der Piste ausgelöst wurde. Es habe sehr starken Wind und einen Temperaturanstieg gegeben, sagte ein Sprecher der Carabinieri am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Dies begünstigt eine natürliche Auslösung von Lawinen. Die Staatsanwaltschaft sei für Ermittlungen am Unglücksort.

Bei den Toten handelt es sich nach neuen Angaben der Polizei um eine 35 Jahre alte Frau aus Thüringen - zuvor hatte die Polizei das Alter mit 25 angegeben. Ihre sieben Jahre alte Tochter sei trotz Wiederbelebungsmaßnahmen später ebenfalls gestorben. Der Vater sei auch dabei gewesen, aber nicht von der Lawine erfasst worden.

Zudem sei ein sieben Jahre altes Mädchen aus Eschweiler in Nordrhein-Westfalen gestorben, sagte der Sprecher. Dessen Vater und Bruder seien verletzt im Krankenhaus, die Mutter habe das Unglück miterlebt und werde nun wegen eines Schocks behandelt.

Update, 29.12.2019: Scheuer und AKK kondolieren nach Unglück

Nach einem Lawinenunglück mit drei deutschen Todesopfern haben Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Angehörigen ihr Mitgefühl ausgedrückt. Bei dem Unglück in Südtirol waren am Samstag eine 25-Jährige und zwei Mädchen gestorben. "Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind bei den Angehörigen und den Freunden aller Opfer dieses furchtbaren Unglücks", teilte Kramp-Karrenbrauer (CDU) auf Twitter mit. Die gestorbene Frau sei Soldatin gewesen.

Scheuer (CSU) soll nach Informationen der Bild am Sonntag noch am Samstagabend Angehörige der Verunglückten aufgesucht haben, um Ihnen zu kondolieren. Demnach machte Scheuer in derselben Region in Südtirol Urlaub. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums bestätigte, dass der Minister privat in dem Ort gewesen sei.

Update, 29.12.2019: Keine Vermisstensuche mehr in Südtirol

Nach dem Lawinenunglück mit drei Toten in Südtirol werden nach Angaben der Bergwacht keine Menschen mehr vermisst. Die Suche nach möglichen Verschütteten werde daher nicht fortgesetzt, sagte ein Sprecher der Bergwacht im Schnalstal der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Die Lawine war am Samstag über einer Piste abgegangen und hatte eine Frau und zwei Kinder aus Deutschland auf der Abfahrt getötet. Die Frau und ein sieben Jahre altes Mädchen kamen aus Thüringen, das andere sieben Jahre alte Mädchen aus Nordrhein-Westfalen.

Unklar ist, wieso das Schneebrett über eine gesicherte Abfahrt rauschen konnte. Die Staatsanwaltschaft Bozen sei am Sonntag zu einer Besichtigung des Unglücksortes im Schnalstal, so die Bergwacht. Die Behörde muss unter anderem ermitteln, wie es zu dem Unglück kommen konnte und wie die Lawine ausgelöst wurde.

Erstmeldung, 28.12.2019: Drei Deutsche sterben bei Lawinenunglück

Bei einem Lawinenunglück in Südtirol sind nach Polizeiangaben drei Deutsche ums Leben gekommen - darunter zwei siebenjährige Mädchen. Das bestätigte ein Sprecher der Carabinieri in Bozen der Deutschen Presse-Agentur am Samstagabend (28. Dezember 2019).

Eine 25-jährige Frau und eines der Mädchen stammen aus Hauteroda (Kyffhäuserkreis) in Thüringen, das andere Mädchen aus Eschweiler in Nordrhein-Westfalen. Die Menschen seien auf einer Piste im Schnalstal westlich von Meran unterwegs gewesen, als sich die Lawine gegen Samstagmittag auf einer Höhe von etwa 3000 Metern löste und in ein Skigebiet raste.

Ein elfjähriger Junge und sein Vater, die ebenfalls aus Eschweiler stammen, wurden bei dem Lawinenabgang verletzt.

Identifizierung der Toten

Aus Regierungskreisen in Berlin hieß es am Samstagabend, der Generalkonsul in Mailand und der Honorarkonsul in Bozen stünden in engen Kontakt mit den Behörden, die mit der Identifizierung der Toten befasst sind.

Laut dem Sprecher der Carabinieri habe keine Lawinengefahr bestanden. Allerdings herrschte zum Zeitpunkt des Unglücks starker Wind und es hatte einen Temperaturanstieg gegeben.

Die Frau aus Hauteroda und das Mädchen aus Eschweiler konnten laut Polizei nur noch tot aus der Lawine geborgen werden. Das andere Mädchen wurde schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Trient gebracht, wo es am Samstagabend an seinen Verletzungen starb.

Die Rettungskräfte suchten am Samstag auch noch nach weiteren Vermissten. Am Abend war noch nicht ganz klar, ob noch mehr Menschen verschüttet wurden.

Dieser Mann hat eine Lawine überlebt: