Der Entwurf wird nun in dem Ausschuss beraten und innerhalb der nächsten drei Wochen an die Vollversammlung weitergeleitet. In der Kammer der 193 Mitgliedsländer wird mit Zustimmung gerechnet. Allerdings kann die Vollversammlung nur appellative Resolutionen verabschieden, bindend sind diese nicht.

Die Leiter des Inlandsgeheimdienstes MI5, des Auslandsdienstes MI6 sowie des Überwachungsdienstes GCQH wehrten sich am Donnerstag öffentlich gegen den Vorwurf der massenhaften Ausspähung. Der mit zwei Minuten Zeitverzögerung live im Fernsehen übertragende Auftritt der Männer, die sich normalerweise dezent im Hintergrund halten, wurde in Großbritannien als historisch gewertet.

Allgemein gilt die Öffentlichkeit als Reaktion auf die zunehmende Kritik an der Arbeit vor allem des GCHQ. Dem Dienst wird vorgeworfen, gemeinsam mit der amerikanischen NSA flächendeckend Bürger und auch befreundete Staaten ausspioniert zu haben. GCHQ-Chef Iain Lobban sagte, es gebe keine flächendeckende Auswertung von Computer- oder Telefondaten. «Das wäre nicht angemessen und nicht legal, das tun wir nicht», sagte er.