Mindestens ein Chinese kam nach vietnamesischen Angaben in einem Stahlwerk rund 400 Kilometer südlich der Hauptstadt Hanoi ums Leben. In der Fabrik waren am Mittwochabend latente Spannungen zwischen chinesischen und vietnamesischen Arbeitern eskaliert. Einige Medien hatten von mehr als 20 Toten geschrieben. Ein Regierungssprecher wies dies zurück. Am Donnerstag war die Lage zunächst ruhig.

«Es war ein Konflikt zwischen vietnamesischen und chinesischen Arbeitern, daraus entwickelte sich ein Krawall, einer kam ums Leben und 149 wurden verletzt», sagte der Vizeleiter der Provinzregierung von Ha Thinh, Dang Quoc Khanh am Donnerstag. 66 Menschen seien festgenommen worden.

Zehn Chinesen würden noch vermisst, sagte der Manager einer Firma der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Vietnamesen seien «in unsere Büros eingebrochen, haben zerstört und geplündert. Sie haben unsere Unterkunft niedergebrannt, bevor sie wieder gegangen sind.»