Um die Corona-Impfung ranken sich viele Mythen. Eine das besagt, dass die Impfung unfruchtbar beziehungsweise zeugungsunfähig mache. Forscher sind sich mittlerweile einige, dass das nicht stimmt. Eine neue Studie aus den USA behauptet jetzt sogar das Gegenteil. Die Impfung soll die Qualität des Spermas sogar verbessern, heißt es in dem Fachjournal "Jama". 

Bei Alexander B. aus Wien war es nicht die Impfung, sondern die Infektion mit Covid-19, die ihm einen Strich durch die Familienplanung machte. Obwohl er einen milden Krankheitsverlauf hatte, war er plötzlich zeugungsunfähig, berichtet das Onlineportal 20min.ch. "Mich traf das wie ein Keulenschlag. Passt auf! Dieses Virus hat wirklich böse Folgen", warnte der Wiener daraufhin öffentlich. 

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Alexander B. ist kein Einzelfall. Das zeigt eine aktuelle Studie der Miller School of Medicine an der Universität von Miami und vorhandene Daten des Kinderwunschzentrums Wien. Demnach kann eine Infektion mit Corona bei Männern mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer eingeschränkten Fertilität führen. Die gravierende Folgen auf die Gesundheit von Männern können laut 20min.ch Erektionsstörungen, Schädigung der Hoden und Hodenschmerzen oder -schwellungen sowie die Unfähigkeit, einen Orgasmus zu erreichen, niedriger Testosteronspiegel und psychische Probleme sein.

"Wir sehen auch bei jungen Männern mit Kinderwunsch, die einen milden Corona-Verlauf hatten, häufig Langzeitfolgen im Sinne von stark eingeschränkten Samenbefunden und männlicher Unfruchtbarkeit. Deswegen rate ich auch jungen Männern, entsprechend vorzusorgen und sich unbedingt impfen zu lassen", sagt Michael Feichtinger, Kinderwunschexperte am österreichischen Wunschbaby Institut Feichtinger, gegenüber 20min.ch.

Die Studie der Universität Miami zeigt: Die Impfung wirkt sich nicht negativ auf die Fruchtbarkeit aus, sondern hat einen positiven Effekt auf die Spermien. Im Rahmen der Studie hat eine Forschungsgruppe Samenproben von 45 – mit Biontech oder Moderna geimpften – Männern zwischen 18 und 50 Jahren verglichen. Diese wurden jeweils zwei bis sieben Tage vor der ersten Injektion und 70 Tage nach der zweiten Impfung unter die Lupe genommen.

Studie zeigt: Spermienzahl nach Impfung signifikant höher

Das Ergebnis: kein Unterschied. Bis auf ein entscheidendes Detail. Bei den acht Teilnehmern, die vor der Impfung auffallend wenig Spermien hatten, hat sich die Spermienzahl laut Forschenden signifikant erhöht. Und schlechter geworden – oder gar kontaminiert – ist das Sperma nach der Impfung gegen das Corona-Virus definitiv nicht

Der Einsatz der mRNA-Impfstoffe birgt somit kein Risiko für die sexuelle Gesundheit des Mannes, wie die Studie zeigt. Sie sind hinsichtlich der männlichen Fruchtbarkeit unbedenklich, so das Fazit. Das bestätigt auch Heinz Strohmer, Leiter des Kinderwunschzentrums an der Wien, gegenüber 20min.ch: "Da es sich bei der Covid-19-Impfung von Biontech/Pfizer und Moderna um keinen Lebendimpfstoff handelt, konnte unter Berücksichtigung der bisherigen Datenlage eine Einschränkung der männlichen Furchtbarkeit durch die Impfung ausgeschlossen werden. Durch diese Studie wurde nun bestätigt, dass sich Männer ohne negative Auswirkung auf ihre Fruchtbarkeit impfen lassen können."

Zum Weiterlesen: So wirkt die Impfung bei Männern 

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