Mit ihrem ersten Luftangriff im eigenen Land haben die Streitkräfte Kameruns einen Großangriff von mehr als 1000 Kämpfern der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram zurückgeschlagen. Das teilte Didier Badjeck, Sprecher des Verteidigungsministeriums, in Jaunde mit.

Die sunnitischen Extremisten hatten am Sonntagmorgen den Militärstützpunkt Achigashiya nahe der Grenze zu Nigeria überrannt und dort ihre Flagge gehisst. Die Luftangriffe hätten sie aber wieder vertrieben. «Der Einsatz der Luftwaffe ist ein neuer Schritt im Kampf Kameruns gegen Boko Haram angesichts der Vielzahl und der Vielfalt der feindlichen Angriffe», sagte Badjeck der Deutschen Presse-Agentur.

Wie viele Menschen den Luftangriffen zum Opfer fielen, blieb zunächst unklar. «Die Angreifer flüchteten von dem Militärstützpunkt und verloren mehrere ihrer Leute», sagte Informationsminister Issa Tchiroma Bakary im staatlichen Radio.