Zum Auftakt trafen die Delegationsleiter - die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif - in Wien zusammen, wie ein Sprecher Ashtons bestätigte.

In großer Runde wollen die 5+1-Gruppe (USA, China, Russland, Frankreich, Großbritannien sowie Deutschland) und der Iran am Donnerstag verhandeln. Vor Beginn der Gespräche untermauerten beide Seiten ihre Positionen. Sarif appellierte in der französischen Zeitung «Le Monde» an den Westen, nicht an «unvernünftigen» und «inakzeptablen» Forderungen festzuhalten. Zuvor hatte US- Außenminister John Kerry in der «Washington Post» die iranische Führung aufgefordert, die «historische Chance» zu einer Einigung nicht zu vergeben. Es gebe zwischen beiden Seiten noch erhebliche Differenzen, sagte Kerry.

Im Atomstreit geht es unter anderem um den Schwerwasserreaktor in Arak, dessen Plutonium für Atomwaffen verwendet werden könnte. Auch die Anzahl iranischer Zentrifugen ist umstritten. Je weniger Zentrifugen im Einsatz sind, desto länger bräuchte der Iran im Falle eines Vertragsbruchs zur Herstellung von Atomwaffen. Uneinigkeit besteht zudem bei der Dauer des möglichen Abkommens.

Bis zum 20. Juli soll eine Gesamtlösung gefunden werden. Die Verhandlungsrunde in Wien könnte sich über mehr als zwei Wochen hinziehen. Der Westen möchte sicherstellen, dass der Iran keine Atomwaffen bekommt. Teheran will die Aufhebung der lähmenden Wirtschaftssanktionen erreichen.