Die Taliban bekannten sich zu den Anschlägen. Später starben zwei US-Soldaten in der Provinz Ghazni, als sie von Aufständischen angegriffen wurden, wie die Nato mitteilte. Weiter hieß es, dass ein «ranghohes» Al-Kaida-Mitglied bereits Anfang August getötet worden sei.

In Wardak habe ein Selbstmordattentäter zunächst seine Sprengstoffweste gezündet, dann habe ein zweiter seinen mit Sprengstoff gefüllten Lastwagen in die Luft gejagt, teilte die Provinzregierung mit. «Acht Zivilisten, darunter eine Frau, sowie vier Polizisten wurden bei dem Vorfall getötet.» Unter den Verletzten seien vor allem Zivilisten, aber auch Polizisten und Soldaten der Nato-geführten Schutztruppe, hieß es weiter.

Die Nato bestätigte den Angriff, bestritt jedoch Opfer in den eigenen Reihen. «Obwohl der Vorfall nahe der Militärbasis im Distrikt Sajedabad geschah, gibt es keine Berichte über Todesfälle oder Verletzte bei der Nato», sagte Major Adam Wojack der Nachrichtenagentur dpa.

Die Taliban übernahmen die Verantwortung für die Anschläge in Wardak. «Der erste Attentäter sprengte sich vor den Toren der US-Basis in die Luft und eröffnete den Weg für den Lastwagenattentäter», teilte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid mit. Dutzenden US-Soldaten seien dabei getöteten worden, sagte er. Derartige Angaben der Taliban sind zumeist stark übertrieben.

Derweil bestätigte die Nato am Samstag den Tod des saudischen Al-Kaida-Mitgliedes Abu Walid, auch bekannt als Amru Mastur al-Ghamrawi, am 3. August in der Provinz Kunar. Der Sprengstoffexperte sei an zahlreichen Anschlägen auf Afghanen und die internationalen Truppen beteiligt gewesen, hieß es.

Nach einem Bericht der Vereinten Nationen ist die Zahl der Toten in diesem Jahr in Afghanistan gestiegen. So sollen in den ersten sechs Monaten mindestens 1145 Zivilisten getötet und 1954 verletzt worden sein. Für 80 Prozent der Todesfälle seien demnach die Rebellen verantwortlich.