Chalid Scheich Mohammed, der als Chefplaner der Anschläge angesehen wird, sowie vier weitere Angeklagte nahmen an einer Anhörung vor dem Sondergericht im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba teil. Zu den sogenannten «Guantánamo Five» zählt Ramzi Binalshibh, der zur «Hamburger Zelle» um den Todespiloten Mohammed Atta gehörte. Auch Ali Abdel Asis Ali, Mustafa Ahmed al-Hausawi und Walid bin Attasch müssen sich vor Richter James Pohl verantworten.

Als ein Kernpunkt in der fünftägigen Voranhörung gilt die Frage, welche Beweise vor dem Sondergericht überhaupt zugelassen werden. So wurde Mohammed nach CIA-Dokumenten allein im März 2003 in einem Geheimgefängnis 183 Mal dem «Waterboarding» unterzogen - einer Foltermethode, bei dem Ertränken simuliert wird. Das Völkerrecht verbietet kategorisch die Verwendung von Beweismaterial, das durch Folter erpresst wurde.