Bogotá

Waffenstillstand in Kolumbien in Kraft getreten

Nach 52 Jahren des Konflikts ist ein endgültiger Waffenstillstand zwischen den kolumbianischen Sicherheitskräften und der linken Guerillaorganisation Farc in Kraft getreten.
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Farc-Chef Rodrigo Londoño
Farc-Chef Rodrigo Londoño verkündet in Havanna den endgültigen Waffenstillstand. Erst vor wenigen Tagen hatten die Rebellen und die Regierung nach über 50 Jahren der Kämpfe einen Friedensvertrag unterschrieben. Foto: Ernesto Mastrascusa
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«An diesem 29. August beginnt eine neue Geschichte in Kolumbien. Die Waffen schweigen. Der Krieg mit den Farc ist vorbei», schrieb Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos auf Twitter.

In der vergangenen Woche hatten sich die Regierung und die Rebellen nach fast vierjährigen Verhandlungen in Kuba auf ein Friedensabkommen geeinigt. Der Vertrag sieht unter anderem eine politische Beteiligung der Guerilla und eine Sonderjustiz für die Aufarbeitung der Verbrechen beider Seiten vor. Am 2. Oktober sollen die Kolumbianer in einem Referendum über das Abkommen entscheiden.

Seit rund einem Jahr galt in Kolumbien bereits eine weitgehend eingehaltene Waffenruhe. Es gab kaum noch bewaffnete Auseinandersetzungen. Seit Mitte der 1960er Jahre waren in dem ältesten Konflikt Lateinamerikas mehr als 220 000 Menschen ums Leben gekommen und Millionen vertrieben worden.