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Istanbul

Türkei wirft Österreichs Kanzler rechtsextreme Wortwahl vor

Die Töne aus Wien in Richtung Ankara werden schärfer. Österreich fordert den Stopp aller EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei. Außenminister Kurz verlangt eine Alternative zum Flüchtlingsabkommen.
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Türkische und europäische Flagge
Die EU ist «gegenüber der Türkei kein Bittsteller», stellt Bundeskanzler Kern klar. Foto: Kay Nietfeld

Nach der Forderung des österreichischen Bundeskanzlers Christian Kern (SPÖ) nach einem Stopp der EU-Beitrittsgespräche hat die Türkei dem Sozialdemokraten eine rechtsextreme Wortwahl vorgeworfen.

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz nahm Bundeskanzler Christian Kern im Streit um die türkischen EU-Beitrittsverhandlungen nach Vorwürfen aus Ankara in Schutz. Er weise die Kritik des türkischen Europaministers Ömer Celik scharf zurück, schrieb Kurz auf Twitter.

«Wenn ich ehrlich sein soll, finde ich es äußerst störend, dass diese Art von Ansatz so sehr Ähnlichkeit mit dem Ansatz der Rechtsextremisten in Europa aufweist», hatte Celik nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu in Ankara gesagt.

Kern hatte dem ORF-Fernsehen gesagt, die Beitrittsgespräche mit der Türkei seien «nur noch diplomatische Fiktion» und ein «alternatives Konzept» gefordert. Er kündigte an, das Thema am 16. September beim nächsten EU-Gipfel anzusprechen.

Menschenrechtler hatten der Türkei beim Vorgehen gegen mutmaßliche Hintermänner des Militärputsches Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.