Das UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR sprach von Berichten, wonach 20 000 Menschen auf der Flucht seien, wie die britische BBC berichtete. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon äußerte sich "zutiefst besorgt". Er rief dazu auf, die Feindseligkeiten zu beenden.
Der von Präsident Omar al-Baschir am Samstag verkündete Notstand gilt Medienberichten zufolge für die Region am Blauen Nil. Der Präsident habe den Gouverneur Malik Agar entlassen und einen neuen Militärführer eingesetzt.
Unterdessen will der Südsudan seine Hauptstadt von Juba nach Ramciel verlegen. Präsident Salva Kiir und der Ministerrat hätten die Entscheidung am Freitag getroffen, berichtete das Onlineportal Sudan Tribune am Samstag. Seit einiger Zeit war spekuliert worden, wo die Hauptstadt des jungen unabhängigen Staates sein werde.
Regierungssprecher Barnaba Marial Benjamin betonte, dass der komplette Umzug in die neue Hauptstadt sich noch drei bis fünf Jahre hinziehen werde. Ramciel liegt im Bundesstaat Lakes und ist mehrere hundert Kilometer von Juba entfernt. Die Stadt Juba war bisher der Hauptverkehrsknoten im Südsudan. Zahlreiche UN- und Hilfsorganisationen sind in der Stadt angesiedelt. dpa