«Das ist so unzulässig wie ein Hakenkreuz», sagte auch der Abgeordnete Sergej Wolkow in Moskau. Dagegen verteidigte Verlagssprecher Dmitri Krasnikow die umstrittene Veröffentlichung. «Das Heft erscheint in unserer Reihe "Große Namen Russlands", und Stalin ist ein Teil der Landesgeschichte», sagte er.

Historiker und Bürgerrechtler beklagen in Russland eine zunehmende Verharmlosung der Zeit schwerer Repression unter Stalin (1878-1953). Millionen Menschen verloren unter seiner Herrschaft ihr Leben. Ein Teil der Bevölkerung verehrt ihn vor allem wegen des Sieges der Sowjetarmee über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg weiter.