Das teilten Sicherheitskreise in der Provinzhauptstadt Al-Arisch mit. Sie würden nun verhört werden, hieß es. Am vergangenen Sonntag hatten Extremisten auf dem Sinai 16 ägyptische Soldaten getötet und die Grenze zu Israel durchbrochen.

Das ägyptische Militär geht seitdem mit massivem Truppenaufgebot, Panzern und Kampfflugzeugen gegen die Verstecke der Extremisten vor. Militante Islamisten hatten sich in den letzten Monaten das Sicherheitsvakuum zunutze gemacht, das nach dem Sturz des Langzeitherrschers Husni Mubarak im Februar 2011 auf dem Sinai entstanden war. Ihren Umtrieben kommt auch das unwegsame, gebirgige Terrain im Inneren der Halbinsel zugute.

Immer wieder provozieren sie Gefechte mit den ägyptischen Sicherheitskräften. Der Zwischenfall vom Sonntag war der schwerste seiner Art. In der Nacht zum Freitag griffen Bewaffnete einen Militärkontrollpunkt in Al-Arisch an. Die Soldaten erwiderten das Feuer der Angreifer, berichtete die Tageszeitung «Al-Ahram» auf ihrer Webseite unter Berufung auf Augenzeugen. Über Opfer des Scharmützels wurden keine Angaben gemacht.