Der deutsche SPD-Politiker war der einzige Bewerber für die Spitzenkandidatur. Er strebt auch das Amt des EU-Kommissionspräsidenten an. Der gelernte Buchhändler aus Eschweiler (Nordrhein-Westfalen) gehört dem Europaparlament seit 1994 an. Bevor er 2012 zum Parlamentspräsidenten gewählt wurde, war er acht Jahre lang Vorsitzender der SPE-Fraktion.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa sagte Schulz, die EU solle das Leben der Bürger nicht überregulieren: «Ich würde die Kommission als erstes auffordern, ihre Strategie zu ändern und nicht zu denken: «Ist da noch etwas nicht reguliert in Europa?» und stattdessen zu überlegen: «Was tun wir hier, und was könnte besser auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene geregelt werden?».»

Schulz sprach sich außerdem für eine Wachstumsstrategie zur Überwindung der Schuldenkrise aus. «Haushaltsdisziplin ist notwendig, aber ohne Wachstum und Beschäftigung wird man die Staatsschulden nie in den Griff bekommen, deshalb brauchen wir beides - Disziplin und auch Investitionen in Wachstum, vor allem im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit», sagte Schulz.