Einzelheiten waren zunächst unklar. Eine vom Parlament geforderte Waffenruhe hatten rivalisierende Milizen zuvor ignoriert.

Vor knapp einem Monat hatte bereits die Übergangsregierung die Vereinten Nationen um Unterstützung gebeten. Nach Angaben der arabischen Zeitung «Al-Sharq al-Awsat» strebte die politische Führung in Tripolis damals an, dass internationale Truppen ihr dabei helfen, die Stabilität wiederherzustellen sowie eine funktionsfähige Armee und Polizei aufzubauen.

In Libyen liefern sich Milizionäre seit Monaten heftige Gefechte vor allem in der Hauptstadt Tripolis und in Bengasi. Die ehemaligen Revolutionsbrigaden haben sich nach dem Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi 2011 geweigert, die Waffen abzugeben und kämpfen nun für eigene Interessen. Das Parlament tagt aus Sicherheitsgründen in der östlichen Stadt Tobruk.