Washington
Aberglaube

Aus Angst vor "bösen Geistern": US-Schule verbannt Harry-Potter-Bücher aus Bibliothek

Eine katholische Schule im US-Bundesstaat Tennessee hat die Bücher der Harry-Potter-Reihe aus ihrer Bibliothek entfernt - aus Angst, die Zaubersprüche und Flüche der Romane könnten "böse Geister" beschwören.
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Eine katholische Schule in Nashville (USA) hat ihre Harry-Potter-Bücher aus ihrer Bibliothek verbannt. Medienberichten zufolge fürchtete sich die Schulleitung davor, dass die in den Romanen enthaltenen Zaubersprüche und Flüche "böse Geister" hervorrufen könnten.

Exorzisten um Rat gefragt

Der Schulleiter der St. Edward Catholic School habe die Entscheidung in Absprache mit Exorzisten in den USA und in Rom getroffen, berichtete "The Tennessean" am Samstag (31. September 2019). Die Zeitung berief sich dabei auf eine E-Mail der Schule. Darin soll es heißen, die Zaubersprüche und Flüche in den Büchern könnten beim Lesen tatsächlich "böse Geister" heraufbeschwören.

Die katholische Kirche nehme keine offizielle Position gegenüber den Harry-Potter-Büchern ein, sagte die Leiterin der katholischen Diözese Nashville, Rebecca Hammel, der Zeitung. Deshalb habe der Pastor der Schule das letzte Wort.

Im Juli 2019 fand in Bamberg die Europameisterschaft im Quidditch statt. Die Sportart, die unter anderem Elemente aus Rugby und Handball in sich vereint, basiert auf dem gleichnamigen fiktiven Spiel innerhalb der Harry-Potter-Welt.