Etwa 70 Beamte werden in dem Wohngebiet im hessichen Homberg/Ohm zusammengezogen, um die Trümmerteile zu dokumentieren und aufzusammeln, wie Polizeisprecher Wolfgang Keller am Montag mitteilte. In der Nacht war der Tatort zuvor weiträumig abgesperrt worden. "Die Aufräumarbeiten werden sich wohl den ganzen Tag über hinziehen", sagte Keller.

Dazu werden auch Spezialisten des Hessischen Landeskriminalamts erwartet. Neben der Tatrekonstruktion wird weiter nach gefährlichen Gegenständen, wie Sprengstoffresten und Zündern gesucht. Das Technische Hilfswerk befindet sich weiterhin im Einsatz. Mit zehn Einsatzkräften sollen die Häuser in unmittelbarer Nähe des Explosionsortes mit Spezialgeräten auf Stabilität untersucht und bei Bedarf abgestützt und abgesichert werden.

Der 49 Jahre alte Familienvater hatte sich am Sonntag selbst in die Luft gesprengt, nachdem es in der Nacht zuvor zu einem Familienstreit gekommen war. Zwei Polizisten und drei weitere Anwohner wurden durch die Detonation verletzt. Ehefrau und Tochter des Mannes werden psychologisch betreut. Zum entstandenen Sachschaden und den Motiven des Familienvaters machten Polizei und Staatsanwaltschaft noch keine Aussagen.