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München
Unterschlagung

Auf dem Bahnhofsklo: Putzmann soll 425.000 Euro Toiletten-Geld gestohlen haben

Im Zeitraum von 2013 bis 2017 soll ein 63-Jähriger mehr als 425.000 Euro gestohlen haben. Kurios ist, wie er an das Geld kam: Er arbeitete als Putzmann am Hauptbahnhof in München und soll das Geld aus dem Münzautomaten der Toilette entwendet haben.
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Ein Putzmann soll aus dem Münzautomaten der kostenpflichtigen Bahnhofstoilette in München 425.000 Euro geklaut haben. Symbolfoto: pixabay.com/markusspiske
Ein Putzmann soll aus dem Münzautomaten der kostenpflichtigen Bahnhofstoilette in München 425.000 Euro geklaut haben. Symbolfoto: pixabay.com/markusspiske

Ein Putzmann soll in einer kostenpflichtigen Bahnhofstoilette über 425.000 Euro unterschlagen haben. Seit Mittwoch muss sich der 63-Jährige vor dem Landgericht München I verantworten, mitangeklagt ist seine 57 Jahre alte Lebensgefährtin.

Laut Anklage hat der Mann von 2013 bis 2017 knapp 250 Mal Geld aus dem Münzautomaten einer Toilette am Münchner Hauptbahnhof gestohlen und auf sein Konto eingezahlt. Der 63-Jährige schwieg beim Prozessauftakt zu den Vorwürfen.

Putzmann vor Gericht: Lebensgefährtin arbeitete auch für die Putzfirma

Laut Anklage hat ihm die Lebensgefährtin geholfen, die auch für die Firma arbeitete. Sie bestätigte, dass sie Zugang zu den Schlüsseln für den Automaten und die darin befindlichen Geldkassetten hatte. Sie habe ihm die Kassetten oft gegeben, damit er das Geld ausleeren und zu ihrem Büro bringen konnte. Sie sei aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage gewesen, die schweren Geldsäcke durch die ganze Bahnhofshalle zu tragen. Von Diebstählen wisse sie nichts.

Nicht erklären könne sie sich die Höhe der laut Anklage gestohlenen Summe, sagte die Frau. Sie schätze, das täglich durchschnittlich 800 Besucher der Toilettenanlage jeweils einen Euro zahlten.