Über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit hat ein Escortservice Prostituierte gesucht. In der Internet-Anzeige versprach die Begleitagentur Frauen zwischen 18 und 40 Jahren einen lukrativen Verdienst. Die Erwartungen an die Bewerberinnen sind auf der Internetseite (www.escort.de) des Düsseldorfer Unternehmens zu finden:

"Du selbst genießt die Freiheit der erotischen Treffen mit dir nicht bekannten Personen und hast Lust auf unverbindliche, erotische Abenteuer und auf One Night Stands. Da Du Freude an der Erotik hast, bist Du offen und hast keine Berührungsängste bei einem fremden Mann."

Gern gesehen wäre: "Du bist dem weiblichen Geschlecht gegenüber nicht abgeneigt, damit Wünsche nach Duo Erlebnissen, sowie die Buchung durch ein Paar, erfüllt werden können."

Laut Recherchen der "Bild"-Zeitung verkauft die Firma tatsächlich Sex für Geld - vier Stunden schlagen angeblich mit 600 Euro zu Buche.

Die Bundesagentur löschte die Annonce nach einem entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung (Dienstag) inzwischen, wie eine Sprecherin am Dienstag sagte. Die Arbeitsagentur könne dafür nicht direkt verantwortlich gemacht werden.

"Jeder Arbeitgeber hat die Möglichkeit, eine Stelle in der Jobbörse einzustellen, ohne die Bundesagentur mit der Vermittlung zu beauftragen", erklärte die Sprecherin. Prüfmechanismen durchsuchten die Anzeigen in der Jobbörse allerdings nach sexistischen Formulierungen. dpa/red