Autofahrer in Hessen und Thüringen haben sich zum April-Start durch Schnee kämpfen müssen. Starke Schneefälle und eine Sperrung verursachten am frühen Freitagmorgen auf der Autobahn 5 in Nord- und Osthessen lange Staus. Bei Alsfeld rutschte ein 32-Jähriger mit seinem Lkw in zwei auf der Fahrbahn stehende Lastwagen, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer wurde bei dem Unfall eingeklemmt und schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Wegen der Bergungsarbeiten wurde die Fahrbahn in Richtung Frankfurt am Main voll gesperrt, am Morgen aber wieder freigegeben. Der Verkehr staute sich bis auf etwa zwölf Kilometer. Räumfahrzeuge waren im Dauereinsatz. Viele Autofahrer hatten der Polizei zufolge bereits Sommerreifen aufgezogen.

Im Kreis Fulda musste die Feuerwehr wegen des Neuschnees und starker Windböen zahlreiche umgekippte Bäume von vielen Straßen ziehen.

Auch in Thüringen gab es Behinderungen wegen Schnees. Vor allem in der Mitte und im Süden des Landes standen Lastwagen quer, wie die Landeseinsatzzentrale mitteilte. Auch kleinere Unfälle gab es. Man sei vom Schnee überrascht worden, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei in Hermsdorf. Passend zum April: Es war kurz nach Mitternacht, als die Schneefälle einsetzten.

Nahe Eisfeld auf der A73 wurde ein Lkw von einer Windböe erfasst. Der Lkw kippte um.

Tief "Kerstin" brachte den Schnee in der Nacht zu Freitag zurück. Am Flughafen in Erfurt fielen bis zum Morgen 13 Zentimeter Neuschnee, wie Jens Oehmichen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte. In den Kammlagen des Thüringer Waldes habe es zwischen 7 und 9 Zentimeter Neuschnee gegeben.

Einen fast sommerlichen Frühlingstag hatten dagegen die Menschen im Alpenvorland am Donnerstag genießen können. In Piding im Berchtesgadener Land ließ der Föhn die Temperatur am Nachmittag auf 23,7 Grad steigen - März-Rekord für diese Station.