Berlin
Aldi Süd

Aldi unter Strom: Autobahnen werden mit Ladestationen für Elektroautos ausgerüstet

53 Aldi Süd Filialen sind bereits mit E-Tankstellen ausgestattet. Nun möchte der Konzern weitere 28 Filialen mit Elektro-Ladestationen für Autobahnfahrer errichten.
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28 E-Stationen möchte Aldi Süd in Nähe der Autobahnen errichten. Foto: Maja Hitij/dpa
28 E-Stationen möchte Aldi Süd in Nähe der Autobahnen errichten. Foto: Maja Hitij/dpa
Bereits seit 2015 gibt es für viele Elektroautonutzer die Möglichkeit, bei Aldi Süd Filialen kostenlos Strom zu Tanken. Insgesamt 53 Filialen sind mit Ladestationen ausgestattet. Die Stationen befinden sich allerdings überwiegend in Ballungsräumen wie Frankfurt, Köln, München oder Stuttgart. Nun startet der Konzern eine neue Initiative und möchte auch die Autobahnen ausrüsten.


Auto aufladen und währenddessen bei Aldi einkaufen

"Bisher haben wir uns auf die Ballungszentren und Innenstädte konzentriert. Jetzt ermöglichen wir unseren Kunden auch, ihre Urlaubsfahrten mit uns zu planen", sagt der Leiter Energiemanagement bei Aldi Süd, Florian Kempf, bei der Eröffnung einer neuen Ladestation im hessischen Seeheim-Jugenheim nahe der A5.

Insgesamt sollen 28 Filialen in der Nähe der Autobahnen A3, A5, A6, A7, A8 und A9 errichtet werden.
Dies bietet den Reisenden die Möglichkeit, während der Ladung seines Autos noch in der Filiale einzukaufen.


Aldi-E-Tankstellen: Vollladung in 30 Minuten

Die Dauer der Ladung hängt vom Fahrzeugtyp ab und ist laut dem Unternehmen mit der 50-kW-Schnellladesäule in 30 Minuten für eine Reichweitenverlängerung von bis zu 200 Kilometern geladen. Mit einem Abstand von maximal 160 Kilometern sollen die E-Tankstellen nur fünf Minuten von der Autobahn entfernt sein.

Mit der Initiative möchte Aldi Süd ,,die Möglichkeit bieten, ganz einfach kostenlos Strom zu tanken und gleichzeitig die Umwelt zu schonen". Die Stromversorgung lässt sich aus den Photovoltaikanlagen auf den Filialdächern generieren.


Keine Zustimmung bei Aldi Nord

Für Aldi Nord waren die Elektro-Stationen bisher noch keine Option. Das Schwesterunternehmen erkenne die bereits hohe Verfügbarkeit der Ladesysteme, möchte allerdings seinen Kunden eine optimale Lösung anbieten.
Auch die großen Handelsketten, wie Edeka, Ikea, Lidl und Rewe sind mit den Stromladestationen ausgestattet. Sie profilieren vom Ladekonzept, da die Stationen deutschlandweit noch recht wenig verbreitet sind. Beispielsweise sind zwei Drittel der 53 Ikea-Einrichtungshäuser mit E-Tankstellen ausgestattet. Bis 2019 sollen die restlichen Filialen ausgerüstet werden.