Nach Polizeiangaben standen sich am Samstagnachmittag rund 1000 Pegada-Leute und 600 Gegner auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof gegenüber.

"Wir können nicht auseinanderhalten, wer Gegner, wer Befürworter ist", hatte ein Polizeisprecher zum Auftakt gesagt. Nach hitzig geführten Debatten zwischen beiden Seiten hatte es Gerangel gegeben. Ein gellendes Pfeifkonzert unterbrach immer wieder die Versuche von Pegada-Rednern, sich Gehör zu verschaffen. Ob es Festnahmen gegeben hatte, konnte die Polizei kurz nach Ende der Demo noch nicht sagen.
Nach Ansicht von Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und antifaschistischen Gruppen steckt hinter Pegada ein "kruder Zusammenschluss" von Verschwörungstheoretikern, Neonazis und gewaltbereiten Hooligans. Pegada ist kein offizieller Ableger der Dresdner Pegida ("Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes"). Der ähnliche Name sei aber bewusst gewählt worden.

Auf Spruchbändern wurde vor den USA als Terrormacht, einem Bruch mit Russland oder einem dritten Weltkrieg gewarnt. Sitzblockaden von Antifa-Gruppen zwangen die Pegada-Demonstranten, ihre ursprünglich geplante Marschroute durch die Innenstadt zum Domplatz aufzugeben. In weitem Bogen mussten sie mit Polizeieskorte zum Bahnhof zurückkehren, um dort ihre Kundgebung abzuhalten.