Aachen
Tierische Verfolgungsjagd

Mit dem Linienbus auf Verfolgungsjagd: Pferde und ein Esel halten Polizei und halbe Ortschaft wach

Was für eine kuriose Verfolgungsjagd: Sechs Pferde und ein Esel waren in der Nacht von Ostersonntag auf -montag ausgebüxt und rund drei Kilometer durch Nordrhein-Westfalen getrabt. Die Polizei verfolgte die Tiere - mit dem Linienbus.
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Pferde und ein Esel sind am Ostersonntag ausgebrochen und haben sowohl die Polizei als auch die Bewohner eines Dorfes bei Aachen wach gehalten. Die Beamten mussten die Tiere mit dem Linienbus verfolge n. Symbolfoto: Alexas_Fotos / pixabay.com
Pferde und ein Esel sind am Ostersonntag ausgebrochen und haben sowohl die Polizei als auch die Bewohner eines Dorfes bei Aachen wach gehalten. Die Beamten mussten die Tiere mit dem Linienbus verfolge n. Symbolfoto: Alexas_Fotos / pixabay.com

Polizei jagt sechs Pferde: Mit dem Linienbus durch die Nacht: Die Pferde waren eine Stunde nach Mitternacht am Iternberg in Walheim aufgetaucht, wie die Polizei Aachen in ihrer Pressemeldung schreibt. Gleich mehrere besorgte Anrufer meldeten dies der Polizeileitstelle. Also machten sich Beamte auf den Weg und trafen auf die kleine Herde, die recht zügig unterwegs war. Um näher an den Tieren dran zu sein und ihr Kreuz- und Querlaufen über die Straße zu verhindern, begleiteten die Beamten die Tiere zu Fuß. Was sich letztlich als reparabler Fehler erwies.

Beamten, "beide recht sportlich", kamen nicht hinterher

"Denn die Tiere waren dermaßen gut zu Fuß unterwegs, dass die Beamten - beide recht sportlich muss hier angefügt werden - nicht mehr nachkamen.", schreibt die Polizei Aachen. Schließlich stiegen die Beamten in einen dort verkehrenden Linienbus um zumindest an der tierischen Truppe dranzubleiben und ständig den Standort an Kollegen durchzugeben, die aus entgegen gesetzter Richtung anrückten.

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Auf der Schleidener Straße in Walheim gelang es diesen Beamten dann, die Fahrbahn so zu verengen, dass die Tiere tempomäßig einen Gang runterschalten mussten. Dadurch war es möglich, die Pferde und den Esel wenig später in einen Vorgarten mit Obstbäumen zu lotsen. Die Hausbesitzerin, durch das Palaver von Mensch und Tier mittlerweile aufgewacht, nahm die ungewöhnliche Lage mit Humor und meinte noch, ein Esel habe in der längeren Vergangenheit doch um die Osterzeit bereits schon einmal eine Rolle gespielt.

Pferde in Vorgarten in Schach gehalten

Zwischenzeitlich konnte der Besitzer der Tiere erreicht werden. Tatsächlich waren Pferde und besagter Esel von einer Weide im drei Kilometer entfernten Kornelimünster ausgebüxt. Bis der Besitzer mit Seilen und Halfter kam, war eine Mischung aus Respekt und Mut angebracht, um die Freigänger auf der Vorgartenwiese in Schach zu halten. "Nachdem alle Tiere gehalftert und angeleint waren, begab sich die Karawane in einer der Uhrzeit angepassten Bekleidung auf den 2,7 Kilometer langen Rückweg, welcher störungsfrei verlief", heißt es im Polizeiprotokoll.

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Einen ganz besonderen Dank richten die Beamten an die beteiligten Bewohner der Schleidener Straße in Walheim und jener Dame aus Friesenrath, ohne deren Hilfe dieser Einsatz nicht schadlos überstanden worden wäre.