Wiesbaden
Massenkarambolage

A3 bei Wallau: Neun Autos krachen ineinander wegen Straßenrennen - Chaoten fahren einfach weiter

Neu kaputte Autos und vier Verletzte sind die Folge eines illegalen Autorennens auf der Autobahn A3: Mehrere Sportwagen lieferten sich ein Duell über drei Spuren der Autobahn. Im dichten Verkehr krachte es dann mehrmals. Und die Chaoten fuhren einfach weiter.
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Auf der Autobahn A3 kollidierten gleich mehrere Autos miteinander. Zuvor hatten sich Chaoten ein Wettrennen auf den drei Fahrstreifen geliefert. Drei Fahrer flüchteten.  Foto: Wiesbaden.112/dpa
Auf der Autobahn A3 kollidierten gleich mehrere Autos miteinander. Zuvor hatten sich Chaoten ein Wettrennen auf den drei Fahrstreifen geliefert. Drei Fahrer flüchteten. Foto: Wiesbaden.112/dpa

Am Sonntagnachmittag (28. Juli 2019) kam es auf der A3 bei Wallau einige Kilometer hinter der Rastanlage Medenbach in Fahrtrichtung Frankfurt am Main zu einem Unfall, an dem insgesamt neun Fahrzeuge beteiligt waren. Nach Angaben mehrerer unabhängiger Zeugen, sowohl Unfallbeteiligte als auch Besucher der Rastanlage Medenbach, haben sich vier Autos ein Rennen auf allen drei Fahrstreifen geliefert.

Eine andere Autofahrerin sorgte - ebenfalls auf der A3 - für Kopfschütteln: Weil sie nicht im Stau stehen wollte, wendete sie einfach auf der Autobahn.

Autorennen bei dichtem Verkehr

Das Rennen begann, so Zeugen, bei Niedernhausen, wo die Rennbeteiligten alle drei Fahrstreifen ausnutzten, sich und andere Verkehrsteilnehmer rechts und links überholten. Auf Grund des erhöhten Verkehrsaufkommens zwischen der Rastanlage Medenbach und dem Wiesbadener Kreuz verlangsamte sich der Verkehrsfluss.

Ein 26-jähriger, der mit seinem Mercedes CLS 350 ebenfalls an dem Rennen beteiligt war, fuhr einem auf dem linken Fahrstreifen fahrenden Citroen auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieser nach vorne geschleudert und prallte auf einen Audi mit Anhänger, dessen Anhänger abriss und gegen weitere drei Fahrzeuge geschleudert wurde. Die übrigen Rennbeteiligten entfernten sich.

Sportwagen werden gesucht

Bei diesen Autos soll es sich um einen Porsche 911 neueren Baujahres in der Farbe blau, einen Ferrari neueren Baujahres in der Farbe rot mit Frankfurter Kennzeichen und einen weißer Kompaktwagen gehandelt haben. Der Mercedes blieb an der Unfallstelle und konnte nicht mehr fahren. Die anderen Autos entfernten sich von der Unfallstelle. Bei dem Unfall wurden vier Menschen verletzt und von den Rettungsdiensten in die umliegenden Krankenhäuser gebracht

Nach ersten Schätzungen entstand ein Gesamtsachschaden von 50.000 EUR. Das Teilstück der Autobahn musste für die Rettungs-, Bergungs- und Reinigungsarbeiten teilweise voll gesperrt. Die Beeinträchtigung des Teilstückes dauert weiterhin an, so dass sich der Verkehr mittlerweile bis zu 20 km zurückstaut.

Wer kann helfen?

Die Polizei sucht Zeugen, die sowohl Angaben zu dem Fahrverhalten der genannten Fahrzeuge machen können als auch Angaben zu den Kennzeichen sowie zu den Fahrzeugführern.