Bad Hersfeld
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Whatsapp: Jeder Nutzer könnte abgemahnt werden

Jeder, der den Messengerdienst Whatsapp nutzt, macht sich theoretisch strafbar. So hat nun auch ein Gericht in Bad Hersfeld entschieden.
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Jeder, der den Messengerdienst Whatsapp nutzt, macht sich theoretisch strafbar. So hat nun auch ein Gericht in Bad Hersfeld entschieden. Foto: Arno Burgi/dpa
Jeder, der den Messengerdienst Whatsapp nutzt, macht sich theoretisch strafbar. So hat nun auch ein Gericht in Bad Hersfeld entschieden. Foto: Arno Burgi/dpa
Laut einem Gerichtsurteil des Amtsgerichts Bad Hersfeld muss nun eine Mutter von jedem Kontakt im Smartphone-Adressbuch ihres Sohnes eine schriftliche Einwilligung einholen, in der zugestimmt wird, die Kontaktdaten an Whatsapp weiterzugeben.

Das Gericht beruft sich in der Entscheidung auf den Standard-Mechanismus bei Whatsapp: Wer den Dienst nutzt, gibt Daten aller Handy-Kontakte inklusive Namen und Handynummer an die Server des Messengerdienstes weiter, ob die Kontakte nun Whatsapp nutzen oder nicht.

Dann gleicht der Server ab, welcher dieser Kontakte auch Whatsapp installiert hat und stellt dann diese Nummern als Kontakte in der App zur Verfügung. Diese Weitergabe der Daten an Dritte, also an Whatsapp, erfolgt ohne Zustimmung der jeweiligen Kontakte. Betroffene, die ihre Daten nicht auf den Servern von Whatsapp sehen wollen, könnten so andere Nutzer abmahnen.
Bisher gibt es wohl noch keine Fälle, in denen Abmahnungen verschickt wurden, das Urteil des Amtsgerichts in Bad Hersfeld bietet hierfür aber jetzt eine rechtliche Grundlage.