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Vogelgrippe: Schmidt fordert EU-Geld für Wildvogel-Monitoring

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat Geld von der Europäischen Union zur besseren Überwachung der Vogelgrippe in Deutschland gefordert.
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Zwei Enten landen am 23.11.2014 im Boddengewässer bei Waase (Mecklenburg-Vorpommern), einem kleinen Dorf auf der Insel Ummanz, die westlich der Ostseeinsel Rügen gelegen ist. Erstmals in Europa ist das gefürchtete Vogelgrippe-Virus H5N8 bei einem Wildvogel nachgewiesen worden. Foto: Stefan Sauer/dpa
Zwei Enten landen am 23.11.2014 im Boddengewässer bei Waase (Mecklenburg-Vorpommern), einem kleinen Dorf auf der Insel Ummanz, die westlich der Ostseeinsel Rügen gelegen ist. Erstmals in Europa ist das gefürchtete Vogelgrippe-Virus H5N8 bei einem Wildvogel nachgewiesen worden. Foto: Stefan Sauer/dpa
Mit dem Nachweis des Erregers H5N8 in einer Wildente auf Rügen und damit dem erstmaligen Auftreten dieses Virustyps in einem Wildvogel in Europa habe sich der Verdacht bestätigt, "dass Wildvögel an dem erneuten Auftreten der Geflügelpest in Europa beteiligt sind", heißt es in einem Brief Schmidts an Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, aus dem die "Passauer Neue Presse" (Montagsausgabe) zitiert.

Kenntnisse zum Auftreten des Erregers in der Wildvogelpopulation könnten die Aufklärung möglicher Eintragungswege von Vogelgrippeviren in Hausgeflügelbestände erleichtern und als Frühwarnsystem der Prävention dienen. Schmidt forderte erneut "die Etablierung eines aktiven, EU-weiten Wildvögelmonitorings". Am Wochenende war erstmals bei einem Wildvogel in Mecklenburg-Vorpommern der Virus H5N8 nachgewiesen worden. Als Konsequenz forderte Landwirtschaftsminister Schmidt die Länder auf, ab sofort Geflügel ausschließlich in Ställen unterzubringen.

Im Kampf gegen die Vogelgrippe hat die Bundesregierung ein Krisentreffen für Montag in Berlin einberufen.