Istanbul
Kritik

Verbot von Erdogan-Live-Schaltung "inakzeptabel"

Der Sprecher von Recep Tayyip Erdogan hat das Verbot der Live-Zuschaltung türkischer Politiker auf der Pro-Erdogan-Demonstration in Köln scharf kritisiert.
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Erdogans Abbildung auf einem "Fan-Schal". Foto: Henning Kaiser/dpa
Erdogans Abbildung auf einem "Fan-Schal". Foto: Henning Kaiser/dpa
Das sei ein "inakzeptabler Zustand", teilte Ibrahim Kalin nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag in Ankara mit. Die Veranstalter waren gerichtlich in einem Eilverfahren gegen das Verbot vorgegangen, dass türkische Politiker wie Erdogan live zugeschaltet werden, scheiterten am Samstag aber vor dem Bundesverfassungsgericht.

Kalin teilte laut Anadolu weiter mit, man frage sich, was der "wahre Grund" dafür sei, dass die deutschen Behörden eine Ansprache Erdogans an seine Anhänger verhindere. Es sei weiterhin inakzeptabel, dass die deutschen Behörden Demonstrationen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK zuließen, eine "Demokratie-Veranstaltung" gegen den Putschversuch in der Türkei mit dem Hinweis auf die Sicherheitslage jedoch beargwöhnten, und zu verhindern versuchten. 

Für die am Sonntag angemeldete Demonstration erwartet die Polizei bis zu 30.000 Teilnehmer. Außerdem wurden vier Gegendemonstrationen angemeldet.