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Triste Wetterbilanz für Pfingsten - nur langsam wird es wärmer

Pfingsten hatte vor allem schlechtes Wetter im Angebot. Zwar soll es zur Wochenmitte langsam wieder etwas wärmer werden, der Sommer ist aber nicht in Sicht.
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Symbolfoto: Daniel Karmann dpa/lby
Symbolfoto: Daniel Karmann dpa/lby
Zu nass, zu kalt und einfach nur ungemütlich: Das Wetter hat sich ausgerechnet an Pfingsten im Freistaat von seiner tristen Seite gezeigt. Bei viel Regen und sogar Schnee in den Hochlagen der bayerischen Alpen ließ sich am langen Wochenende nur ganz selten die Sonne blicken. Selbst Gewitter hatte das Pfingstwetter in seinem alles andere als ansprechenden Angebot.

Regelrecht winterlich war es am Montag auf der Zugspitze, auf Deutschlands höchstem Berg wurden am Mittag nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes minus zehn Grad gemessen. Auch auf dem Großer Arber im Bayerischen Wald war es mit minus zwei Grad frostig.


In Nordbayern ist Bodenfrost möglich

Auch unten im Tal war es ungemütlich frisch: In Oberstdorf und Kempten wurden am Montagmittag gerade einmal sechs Grad gemessen, in Regensburg und Hof waren es sieben Grad.
Zwar soll es zur Wochenmitte wieder etwas wärmer werden, in der Nacht zum Dienstag ist in Nordbayern aber sogar "relativ verbreitet" Bodenfrost möglich, teilte ein Meteorologe am Montag mit.

"Wir sind auf ganz ordentliche Regenmengen gekommen", bilanzierte am Montag ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in München. So fielen etwa im niederbayerischen Ortenburg bei Passau von Donnerstag bis Sonntag 96 Liter Regen pro Quadratmeter. Ebenfalls nass ging es im oberbayerischen Bischofswiesen zu, wo im gleichen Zeitraum 83 Liter registriert wurden. Auf der Zugspitze türmen sich die Schneemassen nun wieder auf eine Höhe von vier Metern.

"Wir hatten eine Dauerregenlage", erklärte der Meteorologe weiter. Trotz der starken Niederschläge kam es aber zunächst nicht zu einer größeren Hochwasser-Lage. Am heftigsten waren die Regenfälle am Donnerstag und Freitag gewesen: Im niederbayerischen Fürstenzell wurden binnen 24 Stunden 78 Liter gemessen, im oberbayerischen Ruhpolding waren es 48 Liter.


Lange Staus auf bayerischen Autobahnen

Das Wetter war schlichtweg zum Vergessen, und auch die Flucht vor dem Regen verlief für viele Autofahrer wenig gemütlich. Vor allem am Freitag kam es auf Bayerns Autobahnen zu vielen Staus. Nach Angaben des Automobilclubs ADAC bildete sich der bundesweit längste Stau am Freitag auf der A8 München-Salzburg, hier stockte der Verkehr auf 22 Kilometern Länge. Auch auf der A9 München-Nürnberg mussten Autofahrer viel Geduld aufbringen.

Auch zum Ausklang des langen Pfingstwochenendes kam es am Montag erneut zu langen Staus auf den Autobahnen in Bayern. Nach Angaben der Polizei ging es am Montagnachmittag etwa auf der Autobahn 9 Nürnberg-München auf rund 20 Kilometern Länge nur stockend voran. Auch auf der Autobahn 3 Würzburg-Frankfurt/Main mussten Verkehrsteilnehmer viel Geduld mitbringen, hier ging es auf 15 Kilometern Länge nur langsam voran. Auf der Autobahn 6 Nürnberg-Heilbronn staute sich der Verkehr auf 14 Kilometern Länge.