Stetten am kalten Markt
Todesfall

Tödliche Attacke: Hund beißt 72-Jährige tot

In Baden Württemberg hat ein Hund eine 72-Jährige tot gebissen. Das Tier war auf einem Fußweg auf die Passantin losgegangen.
Artikel drucken Artikel einbetten
In Baden Württemberg hat ein Hund eine 72-Jährige tot gebissen. Das Tier war auf einem Fußweg auf die Passantin losgegangen. Symbolbild: pixabay.com
In Baden Württemberg hat ein Hund eine 72-Jährige tot gebissen. Das Tier war auf einem Fußweg auf die Passantin losgegangen. Symbolbild: pixabay.com
Ein Hund hat in Baden-Württemberg eine 72 Jahre alte Frau angegriffen und getötet. Wie die Polizei am Mittwoch (31. Mai) mitteilte, war das Tier auf einem Fußweg auf die Passantin losgegangen. Zwar habe eine Zeugin sofort den Rettungsdienst gerufen. Allerdings hätten sich die Helfer der am Boden liegenden Frau nicht nähern können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Als der große Hund der Rasse Kangal von der 72-Jährigen abließ, sei es bereits zu spät gewesen: Die Frau erlag ihren schweren Verletzungen an Hals und Kopf.


Psychologische Betreuung für Zeugin und Einsatzkräfte



Das Opfer stamme aus der unmittelbaren Nachbarschaft, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten sprachen in ihrer Mitteilung von schrecklichen Szenen. Für die Einsatzkräfte und die Zeugin habe es im Anschluss eine psychologische Betreuung gegeben, so der Sprecher.

Zwar komme es immer mal wieder zu Hundebissen, zum Teil habe es auch schon Schwerverletzte gegeben. "Aber dass eine erwachsene Person so zugerichtet wird - da ist mir in den zurückliegenden Jahren in unserem Zuständigkeitsbereich kein Fall bekannt", sagte der Sprecher.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend in Stetten am kalten Markt im Kreis Sigmaringen. Der Hund lief den Angaben zufolge auf das Grundstück seiner 43 Jahre alten Besitzerin zurück, das die Polizei daraufhin umstellte. Die Beamten erschossen das aggressive Tier, auch zwei andere Hunde auf dem Anwesen wurden getötet. Im Haus fanden die Polizisten zudem mehr als 20 Katzen - die Besitzerin selbst kehrte erst am späten Abend zurück. Gegen sie und ihren getrennt lebenden Ehemann werde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, hieß es.


Das Haus der 43-Jährigen war noch in der Nacht versiegelt worden. Im Laufe des Mittwochs sollten Kriminaltechniker und Vertreter des Veterinäramtes hineingehen, um die Haltung der Tiere zu überprüfen - bis zum Nachmittag gab es dazu laut Staatsanwaltschaft noch keine Ergebnisse. Die Katzen werden nach Angaben der Polizei vermutlich in ein Tierheim gebracht.