Paris
Prozess

Strauss-Kahn hält sich für unschuldig: Weder Vergehen noch Verbrechen

Dominique Strauss-Kahn hat im Prozess um seine Teilnahme an Sex-Partys seine Unschuld betont. Im Vorfeld der Vernehmung haben Femen-Aktivistinnen Strauss-Kahn mit einem Oben-ohne-Protest empfangen.
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EPA/YOAN VALAT , dpa
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Dominique Strauss-Kahn hat im Prozess um seine Teilnahme an Sex-Partys seine Unschuld betont. Er habe "weder ein Vergehen noch ein Verbrechen" begangen, sagte der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Dienstag in Lille zum Beginn seiner Aussage vor Gericht.

Der 65-Jährige muss sich vor dem Strafgerichtshof im nordfranzösischen Lille wegen organisierter Zuhälterei bei Sex-Partys verantworten. Neben ihm gibt es 13 weitere Angeklagte.

Zuhälterei umfasst in Frankreich auch Prostitution, die von Dritten bezahlt oder bei Sex-Partys organisiert wird. Sollte Strauss-Kahn das nicht gewusst haben, müsste er straffrei bleiben. Die Ermittler gehen davon aus, dass ihm die Prostitution klar gewesen sein muss.

Proteste vor dem Gericht

Im Vorfeld der Verhandlung haben drei Femen-Aktivistinnen Dominique Strauss-Kahn mit einem Oben-ohne-Protest empfangen.
Als der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Dienstag zum Gericht im nordfranzösischen Lille kam, stieg eine der Frauen mit entblößtem Oberkörper auf das Dach seines Autos.

Die beiden anderen Aktivistinnen der Frauenbewegung umringten die Limousine. Sie verlangten Schuldsprüche für Kunden von Prostituierten. Die Femen-Aktion dauerte etwa eine Minute. Die Polizei nahm die drei Aktivistinnen vorübergehend fest.